Touren

Per Rad

Per Pedes

Per Ski

Per Bus

Vesterålen, Lofoten und der Kystriksveien

Hardangervidda 2007

Hardangervidda 2008

Jotunheimen 2009

Südnorwegen

Norwegen per Rad

 Wetter Entgegen vielen Vorurteilen, scheint auch in Norwegen manchmal die Sonne. Die besten Monate zum Radeln sind Juni – August. Wer eher fährt, muss mit verschneiten Straßen rechnen. Wer später fährt, kann man einen fantastischen Herbstbeginn erleben, muss aber nicht… Wir waren in einem der kältesten Sommer der letzten 100 Jahre unterwegs und hatten trotzdem einen tollen Urlaub – man sollte das Wetter also nicht überbewerten.
Tourenplanung Falls man das Land per Rad erkunden möchte, sollte nicht nur die großen Bundesstraßen vermeiden, sondern auch darauf achten, dass viele Tunnel (und es gibt sehr viele) für Fahrräder gesperrt sind. Oft gibt es Alternativen (Fähre, Umfahrung), manchmal aber auch nicht. Eine gute Übersicht aller Tunnel in Norwegen gibt es hier.

Sehr gut ist das Portal Turforslag, wo man sich Radtouren (aber auch Ski- Kletter- Wander- und Paddeltouren) nach Schwierigkeit und Länge filtern kann.

Hier noch ein paar Hinweise zu ausgewählten Regionen:

Namdalen (südliches Ende der RV17 zwischen Namsos und Steinkjer): Statt der RV17 südlich von Namsos zu folgen, lohnt sich der Umweg über die Berge im Landesinneren. Gutes Kartenmaterial inkl norwegischer Wegbeschreibung gibt es kostenlos als pdf.

Transport Wer sich nicht nur aus eigener Kraft fortbewegen möchte, kann sich über das Portal 177 über alle regionalen Verkehrsverbünde informieren. Fernbusse nehmen grundsätzlich Fahrräder mit (falls genug Platz vorhanden ist). Auf Autofähren sind Räder immer gratis unterwegs.
Karten Neben unzähligen gedruckten Karten kann man sich alle topographischen Karten des staatlichen Vermessungsamtes unter http://www.norgeskart.no anschauen. Wer sein Handy mit dabei hat, kann sich die Norgeskart App installieren und alle Karten auch offline anschauen.
Übernachten Das Allemannsretten (Jedermannsrecht) erlaubt das Zelten in freier Natur, was in Hinblick auf die wunderhübsche Natur und die Zeltplatzpreise sehr empfehlenswert ist. Lagerfeuer sind aus Waldbrandgründen eher unerwünscht. Da der Untergrund oft moosig und feucht ist, sollte auf einen dichten Zeltboden geachtet werden.
Kochen Unschlagbar im Preis/Leistungsverhältnis sowie Verfügbarkeit ist mit Abstand der Benzinkocher. Tankstellen gibt es an jeder Ecke, oftmals steht auch vor dem Supermarkt eine Zapfsäule. Wer lieber mit dem Spirituskocher aus dem Nachbarland Schweden unterwegs ist, sollte sich auf eine manchmal mühselige Suche nach dem passenden Brennstoff einstellen. „rødsprit“ findet man nicht in jeder Tankstelle und schon gar nicht in jedem Sportgeschäft. Gaskartuschen sind hingegen häufiger zu finden, aber wie alles sehr teuer.
Angeln

Im Land der Fische haben es selbst blutige Anfänger und Vegetarier geschafft, etwas zappelndes aus dem Wasser zu ziehen. Das Mitführen einer Angel wird in jedem Fall belohnt (zumindest mit einer halben Stunde entspanntem Meeresblick!). Unsereins haben weder Kosten noch Mühen gescheut und die billigste Reiseangel gekauft, die wir finden konnten. Für eine Route mit Rolle und ein paar Blinkern (am besten hat ein sogenannter Gummi-Wobler funktioniert!) waren wir mit 30€ dabei. Nach dem ungeplanten Verlieren der Route haben wir dafür unsere Lawinensonde doppelt missbraucht (da diese ursprünglich als Tarpstange fungierte). Da nur Angeln im Meer ohne Erlaubnis legal ist und sich dort vermehrt Algen befinden, haben wir aufgrund der dünnen Schnur einige Köder eingebüßt. Wer billig kauft, kauft zweimal – und das Kaufen in Norwegen ist gleich doppelt so teuer… Also immer einige Blinker und eine gute Schnur einpacken!

Für Zeitökonomen: bei unserer gewöhnlichen Angelzeit von 30 bis 60 min haben wir in 50% der Fälle 1-4 Fische gefangen. Vorrangig gab es Dorsch, Köhler und Makrele (soweit unsere Kenntnisse die eindeutige Bestimmung zuließen). Aus Liebe zum (unbekannten) Tier sollte man sich aber zumindest über deren sachgerechtes anthropogen forciertes Ableben informieren.

 

Norwegen per Pedes

Karten Für Norwegen und speziell die bergigen Gebiete gibt es sehr viele und sehr gute topographische Karten zum Wandern. Da es im Fjell fast überall schön ist, kann man auch einfach den Steinmännchen folgen und sich überraschen lassen…
Tourenplanung Sehr gut ist das Portal Turforslag, wo man sich Wandertouren (aber auch Rad- Kletter- Ski- und Paddeltouren) nach Schwierigkeit und Länge filtern kann.
Übernachtung Wie schon im obigen Fahrrad-Abschnitt erwähnt, darf man fast überall Zelten. Wem es nach einer Woche Regen nach trockenen Füßen gelüstet, kann eine der meist wunderhübschen Hütten des norwegischen Wandervereins (DNT) ansteuern.

 

Norwegen per Ski

Pulka Da man im Winter eine Menge Gepäck hat, sollte man den Rucksack zu Hause lassen und lieber den Komfort einer Pulka genießen. Diese kann man entweder für viel Geld kaufen, ausleihen oder selber bauen. Als sehr geeignet und preiswert hat sich das Pimpen der Paris Expedition Pulka herausgestellt. Dazu gibt es eine Menge Anleitungen im Netz. Wir haben zwei alte Langlaufskier unter die Pulka geschraubt und uns bei extremtextil den passenden Stoff für ein Verdeckt und das Zuggeschirr gekauft. Die passenden Rohre für das Zuggestänge gab es im Baumarkt unseres Vertrauens.
Zelt/Übernachtung Da es im norwegischen Fjell gerne etwas windiger sein kann, ist ein Tunnelzelt die beste Wahl. Am besten eines mit großem Vorzelt (z.B. Hilleberg Keron GT), da man beim Schneesturm ungern draußen kocht. Wenn man zu zweit unterwegs ist, hat man auch genug Skier/Stöcke zum Abspannen. Ein paar Schneeheringe sind allerdings nie verkehrt. Ansonsten gibt es vom norwegischen Wanderverein (DNT) eine Vielzahl von sehr hübschen Hütten, die meisten mit Holzvorrat und Kamin, teilweise auch mit Essensvorrat. Allerdings kann es passieren, dass man 2 h Schneeschaufeln muss, um den Eingang zu finden:(. Es kann daher Sinn machen, sich ein paar Sommerbilder von den eingeplanten Hütte anzuschauen, falls man in der Vorsaison unterwegs ist (Februar, Anfang März).
Orientierung Neben guten topographischen Karten ist ein GPS-Gerät, gerade bei schlechter Sicht, sehr nützlich. Da die Sichtweite bei Schneesturm unter dem Abstand der Wegmarkierung liegt, wird man kaum eine Chance haben die Route zu finden. Da man bei solchen Verhältnissen auch kein Relief sieht, sollte man gerade im steilen Gelände nicht vom rechten Wege abkommen;)
Tourenplanung Sehr gute Informationen zu allen relevanten Themen wie Hütten, Sicherheit und Tourenvorschläge bietet der DNT (in deutsch und englisch). Ebenfalls sehr gut ist das Portal Turforslag, wo man sich Skitouren (aber auch Rad- Kletter- Wander- und Paddeltouren) nach Schwierigkeit und Länge filtern kann.
Kocher Da man im Winter ohne Kocher nur schwer zu Wasser kommt, haben wir zur Sicherheit zwei Kocher mitgenommen (sowohl Benzin als auch Spiritus). Der Trangia hat selbst bei -20°C noch funktioniert, selbst ohne Vorglühkralle. Einfach ein brennendes Streichholz vorsichtig in den Spiritusbrenner stellen, dann erwärmt er sich von allein. Ein kleines Metallrost/gitter als Kochunterlage verhindert, dass sich der heiße Kocher 2m tief in den Schnee schmilzt;). Ansonsten tut es auch die Lawinenschaufel.
Ski/Schneeschuhe Von Schneeschuhen kann ich nur abraten. Bei Skiern sollte man auf Stahlkanten achten, da es auch gerne etwas harschig wird. Da nur selten geloipt wird, versinkt man mit dünnen Langlaufskiern schnell im Tiefschnee. Daher eignen sich Backcounty-Skier (z.B. Fischer E99) sehr gut. Falls man einen Pausentag zum Skitourgehen nutzen will, kann man auch seine Tourenski nutzen. Allerdings muss man bei Tourenskiern immer mit Fellen gehen, was gerade in relativ flachen Gebieten der Hardangervidda wenig Fahrspaß bietet. Ich hatte die etwas breiteren Fischer E109 und habe nur an längeren und steilen Aufstiegen Steigfelle genutzt. Bei Pressschnee und Harsch kann man die Skier auch auf die Pulka schnallen und zu Fuß hoch laufen.
Lawinen u.v.m. Ein sehr informativer Beitrag vom DNT und Roten Kreuz zum Thema Sicherheit im norwegischen Berg-Winter gibt Auskunft über wesentliche Gefahrenquellen, aber auch Ausrüstung und Unterkunft.Wir hatten sowohl in der Hardangervidda als auch im Jotunheimen kein LVS-Gerät+Sonde dabei, haben aber auch keine Skitouren gemacht, sondern uns nur in flacheren Gebieten aufgehalten. Wer sich bei der Tourenplanung unsicher ist, sollte besser die Lawinenausrüstung einpacken.
Wo? Falls man Schneesicherheit und eine tolle Landschaft will, sollte man Oslo verlassen und in eines der vielen Gebirge/Hochplateaus fahren. Sehr groß und verhältnismäßig eben ist die Hardangervidda oder das Jotunheimen. Geführte Touren werden z.B. von Quanok angeboten

Highlights

Lofoten
Senja
Hardangervidda
Rallervegen
Jotunheimen
Trollstigen

 

Konstruktive Kritik und Akklamation