Geländearbeit

Abstract meiner Arbeit

Das viel diskutierte Aralsee-Einzugsgebiet, welches hauptsächlich durch die Hochgebirge Zentralasiens gespeist wird, ist durch Wasserknappheit geprägt. Infolge der Klimaerwärmung kann von einem Rückgang der dortigen Gletscher ausgegangen werden. Für das Verständnis und zur Modellierung dieses hydrologischen Systems sind daher verlässliche Daten über die rezente und aktuelle Vergletscherung essenziell. Aufgrund von fehlenden Daten zur Massenbilanz wurde eine satellitenbasierte Untersuchung der flächenhaften und volumetrischen Gletscheränderung für das Einzugsgebiet des Gunts (Tadschikistan) durchgeführt. Zur Erfassung der Flächenänderung wurden multitemporale Satellitenbilder der letzten Jahrzehnte (Corona KH-4B, Landsat MSS/TM, Terra ASTER und RapidEye) klassifiziert. Um Aussagen über die Volumenänderung zu treffen, wurde die Höhendifferenz aus einem Geländemodell basierend auf Corona-Stereodaten und SRTM-Daten gebildet. Um flächendeckende Informationen über das Gletschervolumen zu erhalten, wurde die Verteilung der Gletscherdicke modelliert. Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Rückgang der Gletscherfläche von 189,6 km2 (b=23,7 %) zwischen 1977 und 2011. Die spezifische Massenbilanz von −0,399ma−1 Wasseräquivalent im Zeitraum 1977–1998 ging auf −0,662ma−1 (1998–2011) zurück. Der jährliche Massenverlust von 0,36 Gigatonnen trägt zu rund 12,2% des mittleren jährlichen Abflusses des Gunts bei.

Konstruktive Kritik und Akklamation