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Manali-Leh-Highway 2012

Praktisches für Unterwegs

Klima Für den gebirgigen Norden eignet sich der Sommer. Dafür waren die ersten Tage in Delhi fast unerträglich heiß. Ab Manali wurde es dann äußerst angenehm – es herrschten Temperaturen zwischen um die 25°C, selbst über 3000m wurde es nachts nicht frostig.
Karten Da sich das Straßennetz im Norden in Grenzen hält, reicht eine kleinmaßstäbige Karte aus. Wer kleinere Wege fahren will oder Trekken gehen möchte, sollte über den Kauf einer detaillierten Karte der Region Ladakh und Zanskar nachdenken. Empfehlenswert sind die Karten von aus der Schweiz im Maßstab 1:300.000 und 1:150.000.
Übernachtung Außerhalb von größeren Orten kann man problemlos Zelten. Um sich die wenigen Städte/größere Dörfer anschauen zu können, bietet sich eines der hübschen und preiswerten Homestays an.
Essen & Trinken Hauptnahrungsmittel war Dal (Reis mit Linsen). Das gibts an fast jeder Straßenecke und schmeckt bei großem Hunger noch besser. Ansonsten kann man Grundnahrungsmittel, frisches Obst und Gemüse in den meisten Dörfern kaufen. Wasser haben wir anfangs noch in Flaschen gekauft, haben uns mit der Zeit immer mehr aus Gebirgsbächen und öffentlichen Wasserstellen bedient. Durchfall hatten wir nur nach einer Fressorgie bei einer German Bakery (siehe Abschnitt Impfung).Benzin findet man in den meisten größeren Orten, Gaskartuschen gibt es höchstens in Städten wie Leh.
Ausrüstung Da es ständig bergauf und -ab geht, man häufig durch Bäche und Matsch fährt, ist die Abnutzung bei Felgenbremsen enorm. Bremsgummis haben wir nach viel Suchen nur in Kargil und Leh gefunden (sicherlich auch in Delhi). Die Qualität ist jedoch sehr schlecht und der Preis hoch.
Straßenverhältnisse Der Manali-Leh-Highway wird zwar permanent gebaut, planiert und asphaltiert, dennoch gibt es aufgrund des enormen Reliefs und Niederschlagsmengen viele sehr ruppige Streckenabschnitte. Vor allem sind die Pässe meist Schotterpisten in mehr oder minder gutem Zustand. 26 Zoll mit dickeren Reifen empfehlen sich daher sehr.

Die Strecke über den Shingo La-Pass ist eigentlich eine Trekking-Tour, wird aber als Straße ausgebaut (was sicher noch einige Jahre dauern wird). Geeignetes Fortbewegungsmittel wäre hier Pferd oder Fully ohne Gepäck. Mit Reiserad ist es äußerst beschwerlich, teilweise gefährlich und bedeutet mehrere Tage schieben… (näheres in der Tourenbeschreibung).

Impfungen Ob man Tollwut und andere Impfungen benötigt, ist jedem selbst überlassen. Ein sehr wirkungsvolles Mittel gegen Reisedurchfall ist jedoch die Cholera-Schluckimpfung. Wir hatten zumindest eine fast durchfallfreie Reise!

Eine unvollständige Liste lohnenswerter Sachen

Shingo La Wem der Anstieg von Manali zum Rohtang La zu kurz war und die Abfahrt zu gut asphaltiert, der sollte in Darcha links abzweigen und in Richtung Shingo La fahren. Schon auf der Piste dahin gibt es die ersten Schiebestrecken, doch sollte man sie in Anbetracht der folgenden Tage genießen. Bevor das eigentliche Tal abzweigt befindet sich ein sehr hübscher Zeltplatz und die letzte Möglichkeit umzudrehen, bzw. sich für Pferde zu entscheiden (falls man sehr viel Glück hat und ein Horseman Zeit hat). Mit einem Pferd (für zwei Leute) wäre die gesamte Strecke ein recht angenehmes Unterfangen, denn ohne Gepäck kann man entweder gut schieben oder auf der anderen Seite des Passes auf teilweise fahren. Ohne Pferd hingegen wird es zur Tortur sondergleichen. Zahlreiche Strecken muss man mehrmals gehen, da ein Schieben oder Tragen des Rades mit Gepäck nicht möglich ist. Teilweise verlaufen die schmalen Wege an den sehr steilen Flussufern hunderte Meter oberhalb des Flusses. Fahrrad und Fahrer nebeneinander sind oft einer zu viel…
Padum Das Tal von Kargil bis Padum ist zwar eine Sackgasse, falls man (berechtigterweise) keinen Gefallen an der Überquerung des Shingo Las findet, war aber eines der schönsten Täler, welches wir durchfahren haben. Wer möchte, kann den Bus nach Padum nehmen und die Strecke zurück mit dem Rad fahren. Neben dem Gletscherpanorama des Durung-Durung-Gletschers bieten wunderschöne Gebirgsseen, grüne Talböden, ungezählte Bachdurchfahrungen in breiten Schotterebenen zahlreiche Gründe, warum man die Reise nach Padum auf sich nehmen sollte. Außerdem ist allein das Kloster nahe Padum einen Abstecher wert.

Konstruktive Kritik und Akklamation